27/8/2008 Träum was Grässliches oder noch 10 Tage bis zum Abflug

Hört gerade: Nichts

 

 

Vor mehr als einem Jahr musste ich reale Träume über mich ergehen lassen, die mich schockiert, aber auch inspiriert haben. Es gibt nur wenige Menschen, denen ich davon erzählt habe und ich will es auch hier nicht zu ausführlich tun, weil so von wegen Rahmen sprengen und kurzhalten und so. Eine Zeit lang hatte ich wirklich Angst, abends einzuschlafen. Deshalb blieb ich lange Stunden wach, bis es gar nicht mehr anders ging. Immerhin schlief ich dann meist tief und fest, und nichts passierte.

 

Als sich diese Real-Träume in kurzen Abständen wiederholten, konnte ich es nicht mehr als zufällig abtun und machte mich im Internet auf die Suche nach dem Phänomen - ich würde ja bei Gott nicht die einzige sein, die solche Träume hatte, die sich äusserst real in den Räumen, in denen ich gerade schlief und wohnte, abspielten und von denen ich wusste, dass ich sie träumte und wenn ich mich dann zwingen wollte, aufzuwachen, tat ich es scheinbar auch, bis ich merkte, dass ich immer noch mitten im Traum steckte. Es war sozusagen der Traum im Traum im Traum im Traum, so dass ich mir nach dem wirklich richtigen Aufwachen immer noch nicht sicher war, ob ich nun tatsächlich wach war.

 

Und ich fand tatsächlich ein Wort für das Phänomen: Hypnagogie. Und schrieb es mir auf. Aber jetzt tut es mir schrecklichst leid, dass ich es nur aufgeschrieben und mich nicht wirklich darum gekümmert habe. Egal. Es wurde mir wieder in Erinnerung gerufen, weil eines meiner Lieblings-Netzmagazine einen Bericht darüber veröffentlicht hat. Na loogisch. Das wäre meine Aufgabe gewesen, aber ich Arschloch habe es wieder mal verpennt. Nun ja, es gibt wahrlich Schlimmeres und das Beste: Seit ich dieses Wort gefunden habe, hatte ich die Träume nicht mehr. Okay einmal, aber nur ganz leicht.

 

Hier der Artikel

 

 

http://www.viceland.com/germany/v3n2/htdocs/nightmare_on_me.php


14/8/2008 noch 23 Tage

Die Alte hört gerade: Noisettes (http://www.thenoisettes.com/) mit dem Lied "don't give up".

Aber eher zufälligerweise, weil ich höre Musik immer über www.lastfm.de, eine wunderbar tolle Erfindung. Zufälligerweise aber auch deshalb, weil die Noisettes habe ich auch schon als Vorband von Muse in München erlebt. Die Sängerin ist dann nach ihrem Konzert sogar hinter mir und der geliebten Begleiterin vorbeigelaufen, die dann zu ihr hingesprungen ist, so wie das kurzhaarige Wiesel in solchen Fällen halt so ist, und hat feste der Sängerin Hand geschüttelt und ihr ins Ohr geflüstert, wie toll sie gesungen habe, weil auf der Bühne spielten grad Muse und das war ohrenbetäubend laut, also musste sie ganz nah ans Ohr ran. Die Schwarze hat sich sehr gefreut und ist weitergezogen. Die anderen rundherum haben gar nicht gecheckt, wer da grad an ihnen vorbeigezogen ist, die suchten viel eher den Popo von Muse-Mastermind Matthew Bellamy, denn der scheint bei dem inexistent zu sein. So ein Sprenzel der, aber ein höchst exzellent musikalischer halt. Würde sein Arsch Musik machen, dann wohl Chill Out *kicher* Aber ich hab halt gerne Männer mit einem kleinen bisschen Arsch. Das haben Männer bei Frauen ja auch gern.

Hui, das war die perfekte Überleitung zum Thema, das ich hier ursprünglich thematisieren wollte. Obwohl ich nie irgendwelche Antworten von irgendwelchen Leuten erhalte und so zur realistischen Erkenntnis gelangt bin, dass mein Geschreibsel nicht gelesen wird (looogisch, wenn man kaum was rein schreibt, odr?), habe ich natürlich trotzdem den sogenannten "Webalizer" entdeckt, der mir bis ins kleinste Detail genau auf jeden Scheisstag und sogar genau auf jede Scheisszeit aufzeigt, wann wer wieso und durch was auf meinen Blog gestossen ist.

Einerseits hat es mich zuerst überrascht, andererseits ist es aber eigentlich doch ganz natürlich, dass auf Platz 1 der "Gründe" Folgendes gestanden ist: "sie fickt ihn". (hallo du lieber Leser, du das hier liest, weil du "sie fickt ihn" gegoogelt hast! Hast keine geile Schnecke zu Hause oder was? och das tut mir aber leid!!!! *k*)

So. Das wollte ich noch loswerden heute. Also äh ja genau, den Titel habe ich ja noch nicht erklärt. Noch 23 Tage sage ich, weil ich dann nachher weg sein werde, für ganze beschissene vier Monate! Und da habe ich mir vorgenommen, so à la EM, als im Zürcher Hauptbahnhof so ein doofer Countdown-Zähler gestanden hat, die Tage abzählen zu lassen. Aber ich kenne mich und meine Vorhaben. Immerhin ist das Vorhaben Vancouver unter Dach und Fach. jupa

aaaaaaaaaaaaaaaaaaah

jetz isses passiert. das erwartete ist eingetroffen. ou jetz bini aber nervös. huissa. Davon kriege ich immer den Scheisser, ich spürs grad. Garantiert Durchfall.


07/8/2008 Ohne Pointe

 

Ich hab kein Internet zu Hause, nur im Büro - ist das jetzt ne gute Ausrede dafür, wieso ich so unregelmässig was hier rein schreibe und dann nicht mal gross erzähle, was ich genau wann wie und wo und weshalb überhaupt gemacht hab, weil ich so viel zu tun habe hier, weil ich auch so viel zu schreiben habe in meinem sonstigen Leben oder ist es ganz einfach die Fäulnis, die mich langsam von innen heraus auffrisst und mich das nicht erledigen lässt, was ich eigentlich sehr gerne erledigen möchte, es aber doch immer noch interessantere Dinge gibt als über mich selbst zu schreiben oder wieder mal ne Kurzgeschichte in die Hand zu nehmen oder und oder und oder, oder könnte es ganz einfach sein, dass ich je weniger ich schreibe, desto weniger kritisiert werden kann für das, was ich schreibe, obwohl es ja eigentlich scheissegal ist, weil mich ja doch niemand liest und was heisst das überhaupt, mich zu lesen, bin ich irgendwie angeschrieben oder rede ich tatsächlich von einem Erguss wie diesem hier, der endlich wieder einmal zustande kommt, nachdem ich dieses Jahr diesem Blog genau einen Text zugemutet habe, der dann selbst sogar schon etwa drei Jahre alt ist, so alt wie die Flecken, die diese Martina hier im Text unten dran tötet, die übrigens mein Alter Ego ist, denn falls es noch niemand gemerkt hat, in dieser Fleckengeschichte geht es ja eigentlich um mich, ist also doch ziemlich persönlich ausgefallen, was bedeutet, dass ich das Wort Blog vielleicht doch nicht so ganz falsch verstanden habe, aber darum geht es ja gar nicht, es geht viel mehr um meine Undiszipliniertheit kombiniert mit einem unerhörten Verlangen nach Schreibereien, das nicht gestillt wird, das ist fast wie aufhören zu masturbieren ohne einen Orgasmus gehabt zu haben, obwohl man eigentlich gerne einen gehabt hätte, und wenn man einfach weitergerubbelt hätte, dann wäre es am Schluss auch tatsächlich zu einem Orgasmus gekommen, aber eben, weil die gewisse Hartnäckigkeit gefehlt hat, und die Disziplin, das auch jetzt wirklich durchzuziehen, ist auch mit dem Höhepunkt nichts geworden, versteht man, was ich sagen will oder ist es viel zu anstrengend, ohne Punkt, aber mit vielen Kommas zu lesen?

 

Soll ich ihm jetzt endlich ein Mail schreiben und ihn zum Kafi einladen? Ich kann nicht! Ich will nicht! Sölli?

 


17/7/2008 Flecken-Symphonie

wurde aber auch Zeit! oder?

Auch das Hausfrauen-Syndrom genannt:

Martina nimmt den Küchen-Fettwegreiniger in die rechte Hand und das trockene Handtuch in die andere. Sie hebt ihre einbandagierte Hand, mit dem antibakteriellen Reinigungswasser zwischen den Fingern, um zu beginnen. Und da ist es: Das Hausfrauen-Syndrom! Flecken, einer nach dem anderen, die sich ihr wie aus dem Nichts offenbaren. Sie muss ehrlich zu sich sein und also spricht sie in forschem Ton zu sich selbst: "Jetzt wohne ich schon drei Jahre hier in diesem Haus und hab noch nie die Küche geputzt!" Martina kratzt sich am Kopf, weil es sie dort gerade heftig beisst. Was war sie bloss für eine unsoziale Mitbewohnerin? Egal. Zu den Flecken! Schon reibt sie an einem dunkelgelben, länglichen Ding. Erst mit der linken Hand. Geht nicht. Also rechts. Gut. Naja, einigermassen gut. Trotzdem rechts gewinnt. Und reibt.

Der zweite und dritte Fleck etwas oberhalb des ersten Fleckenopfers fällt Martina sofort ins Auge. Erst fühlt sie sich elend. Sie ist getrieben und gezwungen! Phu. "Ich krame das Weibs-Rüst-Zeugs halt zu wenig aus meinem Unterbewusstsein hervor!" tröstet sich Martina laut und deutlich, hebt ihren Kopf, um einen Blick in die Spiegel-Oberfläche des Backofens zu werfen. Sie lächelt.

Endlich versteht sie die Hausfrauen. Das Starren auf die immergleichen Küchenabdeckungen weitet das Auge und sensibilisiert es für Sinneseindrücke. Sind es leichte Flecken, unterscheiden sie sich nur durch einen leicht dunkleren Teint... äh ist ja auch egal. In Martinas Ohren klingt das ganz logisch. Den geübten Blick der Hausfrauenzunft kann eine Anfängerin wie sie einfach noch nicht besitzen. Alles muss gelernt sein. Und Putzen setzt Disziplin und Regelmässigkeit voraus. Zwei Eigenschaften, die nicht gerade zu ihrem bevorzugten Repertoire gehören.

Kann sie überhaupt irgendetwas vorzüglich? Ist sie nicht doch ein dummer Mensch? Ruhe! schreit sie innerlich und murmelt dabei nur. "Konzentrier dich auf die Flecken, Martina, konzentrier dich auf die Flecken verdammt noch mal!" Jeden, den sie entdeckt, begrüsst sie, gibt ihm kurzfristig einen Namen, um ihn unter selbem wieder zu beerdigen. Wie lange so einer wohl an diesem Kühlschrank kleben, atmen und gedeihen darf? Vielleicht war einer ja sogar bereits drei Jahre alt und niemand hat ihn je entdeckt oder bearbeitet. Nichts hielt ihn, den Fleck, von seiner Festung ab. Und nun kommt Martina jedem noch so kleinen, kaum sichtbaren Flecken auf die Spur und befördert ihn endgültig ins Jenseits. Unter anderem eben auch Hüni! Der, der sich so lange, lange gewehrt hatte, auch heute wieder. In sechs Minuten hat sie ihn eliminiert. Dem Erdboden gleichgemacht. Kein anderer Flecken hat das so lange durchgehalten. Der Hüni-Flecken ist der Stärkste. Dem hat es wirklich was bedeutet, seinen Lebensabend in der Küche der versifften WG zu verbringen. "Ich nehme an, er wusste, dass er hier nicht steinalt werden konnte. Aber für einen Flecken hat er sicherlich überdurchschnittlich lang überlebt!" Martina ist fasziniert von Hüni: "Hüüüni…."

Plötzlich bereut sie. "Nein!" juckt sie auf. Warum hat sie bloss den Hüni weggeputzt? "Scheisse! Himmelarschundwollsau!" Sie hat ihm das Leben genommen! Vielleicht hat er ja noch nicht alles erledigt? Er war doch erst drei Jahre alt! Ach nein, und hier haben wir, na was für ein Zufall, scheisse, "ich habe eine Romanze zu einer Tragödie verkommen lassen! Vreni!" Flecken-Vreni klebt da vor Martina an der Küchenschublade, noch nicht ganz zerstört, aber wohl schon höchstgradig schwer verletzt.

Nur einige Zentimenter hatten sie und Hüni vor Martinas Tötungsaktion voneinander entfernt gelegen. "Willst du zu deinem Liebsten, Vreni, soll ich dir deinen allerletzten Wunsch erfüllen?" Sie guckt mitleidig zum Achtel übrig gebliebenem Vreni und zeigt jetzt Herz. Schnell putzt sie den Flecken-Vreni-Rest weg, muss doch noch kurz stark schrubben - wohl ein letztes Aufbäumen - und legt die dreckige Liebesgeschichte unter "ferner liefen…" ab.

Martina sitzt auf dem kalten Küchenboden, ohne zu realisieren, dass er wirklich kalt ist. Die Putzorgie hatte sich zu einer Traurige-Abgänge-von-Flecken-Geschichte entwickelt. Sie steht auf, weil es sie schon wieder drängt, sich im Spiegel des Backofens anzugucken. Vielleicht, um sich ein weiteres Mal zu überzeugen, dass sie trotz dem Schwachsinn, den sie sich da ausdachte, noch ganz hübsch anzusehen ist. Sie schüttelt traurig den Kopf: "Ach herrie, ich kratze ja nur an der Oberfläche!" nervt sich Martina und ihr Bauch füllt sich mit Beton-Blöcken. Sie reibt an Urs und schnauft heftig. Urs ist länglich waagrecht und dreckiger als andere Flecken. Aber auch frischer. Ein Schuhabdruck vielleicht? Egal. putzen, putzen, putzen. Die eingegipste Hand schmerzt. Doch: Putzen tut gut. Denkt sie. Es lenkt ab. es wirkt gar befreiend. In die Welt der Flecken abtauchen, ihnen zwar das Leben nehmen, aber auch einen respektvollen Umgang mit ihnen pflegen. "Einen Nutzen haben sie ja bereits für mich, meine Urse, Vrenis und Hünis helfen mir, nicht an die Realität denken zu müssen, sondern an Flecken und plötzlich ist mein Traumjob: Hausfrau! Putzen, einkaufen und schlafen... Ja ja ist ja gut, ich höre eure Vorwände, es ist noch viel mehr als "nur" das. Da sind …. und …… ach ja natürlich auch ……. und natürlich nicht zu vergessen: "……….". 

 Okeoke, doch lieber einen anderen Beruf!


26/11/2007 du bist es dir wert!

ach kaum ein monat vorbei, schon ist alles wieder gut, nein, alles noch besser. ich bin etwas reifer geworden, aber doch immer noch sehr unreif geblieben. bin also noch nicht ganz erwachsen. phu glück gehabt *überdiestirnmitdemrechtenhandrückenwisch*

england ist so out wie ich, und es tut gut, zu wissen, dass sogar eine ganze nation so out ist wie ich. das hebt das selbstwertgefühl dann doch ziemlich. und auch die saufen sich ihren frust weg. ich könnte fast engländerin sein. bin ich aber nicht. und darüber irgendwie auch froh, weil sonst wüsste ich nächstes jahr ja nicht, für wen ich bei der EM sein soll. gut, soll ich überhaupt für die schweiz sein? oder nehm ich dann doch lieber russland? väterchen wodka würde mir bestimmt gut schauen. ich meine, kommt ja wirklich nicht drauf an, ob nun england oder russland. saufen können beide länder.  so.

um zum schluss noch eine klaut'sche weisheit vom stapel zu lassen: schreibe zwar briefe, wenn du herzschmerz hast, aber bitte, bitte, bitte, schick sie niemals ab! zerreiss sie oder versorg sie in der untersten schublade und beschliesse, dich nie nie nie mehr zu solchen gefühlen hinreissen zu lassen. du bist es dir wert!


22/10/2007 ey I am back again - aber nicht lustig

Ich schäme mich. Wenn ich so zurückdenke an die letzten drei Wochen von vor zwei Wochen, dann schäme ich mich. Was habe ich bloss getan? Auf was habe ich mich bloss eingelassen? So plötzlich fertig wie es angefangen hat. Hinterlassen habe ich keine Gefühle bei ihm und Schamgefühle bei mir. ich fühl mich so dumm. und ja ich bereue es. diese drei Wochen. ich würde sie gerne zurückdrehen und einfach vergessen. ich schäme mich grässlich. so fest, dass es fast weh tut. ich kann weder ihm noch seinen leuten jemals wieder in die augen gucken. ich hoffe, er kommt nie mehr ins abart. Die ersten stunden habe ich schon ein wenig mühe mit dem plötzlichen ende gehabt, aber jetzt hab ich eher mühe mit den letzten paar wochen. weil ich mich so schäme. dieses gefühl schlägt alles haushoch. was hab ich mir dabei bloss gedacht? so dumm so dumm so dumm dumm dumm dumm dumm. kann nur ich sein. ich werde nie mehr über ihn nachdenken. sonst schäm ich mich nur wieder. ich hasse dieses gefühl. hätte lieber liebeskummer. einfachen liebeskummer. aber nein, es muss schämen sein. natürlich. wär ja komisch, wenn da mal was normales käme.


16/11/2006 Von James Bond und Ueli Maurer

Gestern hab ich den SVP-Präsidenten, auch Ueli Maurer gerufen, getroffen. Im Radio natürlich. Ich kenn nur seinen Sohn persönlich - den Egon. Mit dem kiffe ich ab und zu eins. Aber das hätte ich wohl besser für mich behalten. Egal. Jetzt ist es raus. Schliesslich hat sein Vater auch etwas gesagt, was er besser für sich behalten hätte. Für die meisten Menschen sind Väter ja zu respektierende Wesen. Schliesslich war auch ich mal nur ein Samen. Aber mein Daddy hat es mir nicht leicht gemacht, ihn als mehr als nur den "dank-deinem-samen-und-deiner-standhaftigkeit-in-mami-hab-ichs-in-eure-welt-geschafft"-Papi zu sehen. Wieso sollte dann ein anderer Ü50-jähriger es schaffen, mir meinen Respekt für Väter zurückzugeben? Und dann soll das noch gleich der SVP-Präsident sein? Aber hallo, wo sind wir denn?! Ganz sicher noch nicht im Himmel danke!

Also - da wurde dem Herrn SVP-Präsident Maurer die Frage gestellt, ob er sich denn für den neuen James-Bond-Film interessiere. Eine Antwort wie die meine hätte ich natürlich goutiert, sonst wäre es nicht die meine, klar: "Ich interessiere mich nicht für James Bond, weil ich den Bond halt schon immer scheisse gefunden hab!" Deutlich und unmissverständlich. Aber nein, so redet der Herr Maurer nicht. Nein, sogar noch viel schlimmer: Er zeigte mit seiner Antwort, wie verweichlicht die heutigen Ü50-jährigen Männer tatsächlich sind und sagte in etwa so: "Ach ich mag allgemein keine Krimis, ich kann nicht hinschauen, wenn ich Gewalt im Fernsehen sehe!" Ihaaa! Der SuperVauP-Gau! UELI MAURER DIESER SCHWÄCHLING MAG JAMES BOND NICHT, WEIL ER KEINE GEWALT IM FERNSEHEN ANSCHAUEN KANN! Iha.

Das erinnert mich doch grausam an meinen Bruder, der sich, als wir klein und so um die sechs Jahre alt waren, bei jedem Kuss oder noch so kleinen Berührung, die er im TV sah, seine Hände vors Gesicht geschlagen und gerufen hat: "I wääägi die küssen sich, die Grüsel!" Da stell ich mir doch gleich den Ueli vor, wie er vor dem TV sitzt und da ist er, der lang erwartete neue James Bond, er greift den Angreifer einer viel zu schönen Frau an, die sich in ärgster, wenn nicht gar in lebensbedrohlichster Lage befindet, und zielt mit seiner Halbautomatik KL33FG6VTLC4 auf den potenziellen Mörder und SCHUSSSSSSS, tot. Und was macht der Ueli? Statt sich zu freuen, dass die Frau gerettet ist, hält er sich die Hände vors Gesicht und ruft: "IIhh wäägi die erschiessen sich ja, die Grüsel!" Und dann nimmt der Bond die Schöne in den Arm, küsst sie, nimmt sie mit nach Hause und fickt sie.

Und dann bin ich froh, dass ich weder mit dem Ueli noch meinem sechsjährigen Bruder auf einer Fernseh-Couch sitzen muss, und noch glücklicher, dass ich James Bond scheisse finde. Ansonsten würde ich selbst noch politisch und Dinge sagen wie: "Gewalt ist keine Lösung! Ficken auch nicht!"

26/10/2006 Gewissheit

Menschen tun nicht, was sie wollen, sondern sie wollen, was sie tun (stammt vom amerikanischen Neurophysiologen Benjamin Libet)

Dein Wille ist so frei wie dein Hund (stammt von mir)

Natürlich sind Emotionen nur chemische Reaktionen, aber trotzdem tun sie manchmal weh oder erfreuen dich am Leben! (stammt von cärmu)

24/10/2006 Stefan

(Du hast dem ungarischen Volksaufstand vor 50 Jahren ja auf eine ganz komische Art gedenkt...)

Die Wesen räuspern sich angesichts
Des schwebenden Nichts
Eine Stimme legt sich in den Raum
Die eine ist im Traum,
was tut sie hier?
Inmitten dieser Habgier
Ohne Furcht, doch einsam
Die Herde bockt
Sie hockt
Am Boden voller Staub
Gefühlen beraubt
Wer ist sie?
Gab es sie nie?
Die Menge begibt sich heiter
weiter
Sie bleibt
Und stirbt...

Deine Hoffnung ist gestorben, mit Dir. Wahrscheinlich schon lange. Ich hoffe, du hast deine Erfüllung nun endlich gefunden.
In Liebe, Cärmu und ich

06/10/2006 lieblingswok

ach ja hätt ich beinahe vergessen, mein neuer Lieblingswok äh blog - wunderbar still und doch hat er was zu sagen, wenn MAN ES DENN NUR VERSTEHEN WÜRDE, egal, endlich ein neues Vereinsmitglied:

siehe unter "Willkommen im Verein"-Links:
"magst du chinesisch?japanisch?koreanisch?"

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